Start ins Vogelleben herbstblühende Kamelie:
Camellia sasanqua "Sparkling Burundy"

(aufgenommen am 1. 1.2008)
Start ins Vogelleben Camellia sasanqua 'Sparkling Burundy'
 

Predigt zu "Ich bin das Brot des Lebens"
Predigt zu "Mehre uns den Glauben (Lk 17,5-6)"

Hauptseite oben Gedichte meines Vaters Eigenes Aus meinem Leben "Mein Gedicht" Mathematik-Interesse

  Gedichte meines Vaters

Eine Betrachtung zum Betriebsausflug
Berlin, 14. 1.2001
geschrieben zwischen 1957 und 1961

Wohlauf, die Luft geht frisch und rein,
Wer Akten wälzt muss rosten,
Drum fahren wir ins Land hinein,
Der Staat bezahlt die Kosten.

5 D-Mark stiftet er pro Jahr
Und Kopf für das Vergnügen,
Für der Beamten große Schar,
Die müssen uns genügen.

Wir zahlen ja auch gerne drauf
Aus unsern eignen Taschen,
Um einmal in des Jahres Lauf
Das Staatsgeld zu vernaschen.

Als Satellit aus eigner Kraft
Wie Sputnik um die Erde
Begleitet uns die Anwaltschaft
Als munterer Gefährte.

So fahren wir ins Land hinein!
Wir wolln am Neckar grasen,
Drum nahmen wir den Omnibus
Der Post mit Auspuffgasen.

Das Wandern war des Müllers Lust
Einmal vor langen Jahren,
Doch heute wird im Omnibus
Gefahren und gefahren.

Das ist des Ausflugs Hochgenuss
O jerum, jerum, jerum,

Vereinte Fahrt im Omnibus
O quae mutatio rerum.

Wir alle sind dem Untersatz
Auf Rädern schon verfallen,
Ein jeder nimmt im Auto Platz,
Und tut Benzin verknallen.

Ob Angestellter oder Richter,
Ob Chef, Assessor oder Mack
Natürlich auch der simple Dichter
Gibt acht auf seinen Wagenlack.

Doch Halt! Da haben wir noch einen,
Der folgt nicht diesem Massentrieb,
Der möcht zu Fuße noch erscheinen,
Und das ist Anwalt Dr. Grieb.

Er wünscht sich garnicht zu beglücken,
Mit einem Opel und VW,
Er mißtraut jedes Motors Tücken,
Verzichtet auch auf DKW.

Ist das das Lied des braven Mannes,
Das wir jetzt singen sollen?
Mir scheint: auch dieser kann es,
Er will nur eben garnicht wollen.

Und die Moral von der Geschicht? :
Wenn viele wolln und jeder muß,
Dann setzt sich auch das Amtsgericht
In den bestellten Omnibus.


Betrachtung zu einem Geburtstag

Berlin, 4. 3.2003
geschrieben 1970

Liebes Geburtstagskind!
Ich will geschwind mich beeilen
Und auch ein paar Zeilen
Mit Wünschen und Grüßen beisteuern
Sowie gleichfalls beteuern,
Daß Gesundheit das Wichtigste,
Doch erfolgreiche Arbeitnebenbei
Für einen Assistenten ebenso notwendig sei.
Denn wie man im Spiegel lesen kann,
Fängt der Assistent als kleiner Mann
Mit Lehre und Forschung erst an,
Und steht bis zum Schluß
Im Schatten des Ordinarius.
Wie ein Referendar des Gerichts
Versteht er von vielen Problemen noch nichts.
Er muß erst lernen zu denken, zu schreiben,
Um nicht ewiger Assistent zu bleiben;
Muß mit viel Fleiß darum ringen,
Es in seiner Laufbahn weiter zu bringen.
Diesen Eifer und Fleiß fürwahr
Wünscht Dir für's neue Lebensjahr
        herzlichst
            Dein Vater
   
   
   



Hauptseite oben Gedichte meines Vaters Eigenes Aus meinem Leben "Mein Gedicht" Mathematik-Interesse

  Mein Gedicht

Beurteilung
Berlin, 21. 2.2015
geschrieben etwa 1967

Hehre Worte hat nur der Weltenlenker,
Große Worte sind das Vorrecht der Dichter und Denker,
Sind sie zwar da, doch passen sie nicht,
Ist es bestimmt "Mein Gedicht".


Kilroy is watching You

Berlin, 21. 2.2015
geschrieben 28. 2.1961 am Ende eines Lehrgangs in der Heeresoffizierschule Hannover;
monatelang waren wir täglich draußen im Gelände; nun plötzlich sollten wir den ganzen Tag
den Unterrichtenden in einem Hörsaal lauschen. Da hat schon mal einer "über den Zapfen
gewichst".

Auf diesem Lehrgang, Kameraden
Wird man mit Wissen schwer beladen.
Doch mit Wissen ist's alleine nicht getan.
Drum wird sechs Wochen lang gesucht:
Wes Geistes Kind ist dieser Mann?
In allen Winkeln, allen Ecken,
Wird sich der "Kilroy" unsichtbar verstecken
Und deine Wesensart entdecken.
Von Anfang an lässt er dir keine Ruh:
Kilroy is watching you!

Des Morgens schon in aller Früh
Macht dir das Aufsteh'n große Müh';
Erhebst du dich nur einen Augenblick zu spät,
Bist du gewiss, dass ihm dies nicht entgeht;
Du bist gefangen in seinem Ring,
Kilroy sees everything!

Und dann der Unterricht mit seinen Schrecken:
Hier wird er jeden gleich entdecken,
Der nicht am Mund des Lehrers hängt
Und nicht genau dasselbe denkt.
Jetzt merkst auch du, er ist kein Kümmerling:
Kilros sees everything!

Besonders in den ersten Stunden,
Da möchte man noch manche Runden
Gesunden Schlafs im Saal nachholen.
Doch dieses ist hier nicht empfohlen;
Denn wachste auf, dann merkst auch du:
Kilroy is watching you!

Und selbst beim Mittagessen
Da bist du nicht allein.
Denn hast du mal vergessen
Ein Kavalier zu sein
Und nimmst dir selbst zuerst,
Dann denke dran, dass man dich fing:
Kilroy sees everything!

Der Nachmittag hat seine Tücken,
Da merkst du erst, welch große Lücken
Du noch mit Schlaf zu füllen hast.
Bist du im Vortragssaal zu Gast,
Fühlst du dich bald so federleicht,
Dass dich hinfort kein Wort erreicht.
Hier stört dich nicht in deiner Ruh
Der Ruf: "Kilroy is watching you!"

Zu Deutschlands Grenzen fuhren wir,
Besahen uns das Elend dieser Lage,
Ganz zwanglos an dem Schlagbaum hier
Besprachen wir so manche Frage,
Ein jeder gab sich so, wie er's gewohnt;
Drum hat der Kilroy niemanden verschont;
Denn ab und zu, da merktest du:
Kilroy is watching you.

So stehen wir, o Kameraden
Mit allen unsern Heldentaten
In steter Furcht, in steter Pein:
Hier kannst du nicht alleine sein.
Und wenn der Tag zu Ende ging
Weißt du: Kilroy sayy everything.

Und wenn du meinst, du armer Wicht,
Hier in der Schenke merkst er nicht,
Wie du so langsam vollgelaufen,
Dann musst du'hn nicht für dumm verkaufen;
Denn Kilroy ist nicht wegzudenken,
Selbst nicht aus guten Obstweinschenken.
Doch lass dich dessen nicht verdrießen:
Heut darfst du mal den Wein genießen,
Und freudig rufe ich dir zu:
Kilroy isn't watching you!

   

   
   


  Eigene Gedichte, 2. Block

Fettnäpfchen
Berlin, 28. 2.2015
geschrieben Februar/März 1966

Ein Mensch vor einer Suppe hockt,
Die er sich selber eingebrockt.
Ganz miesgegrämt schaut er darein:
Denn siehe da, er isst allein.

Und keiner, der sonst Suppe mag,
Mag Suppe just an diesem Tag.
So zwängt er, wenig froh und munter,
Ein' Löffel nach dem andern runter
Und wünscht bei jedem Happen mehr:
Ach, wär der Teller doch schon leer.

Dann endlich, mit erlahmter Kraft,
Er auch den letzten Löffel schafft.
Schon holt er Luft für ein Hurra - - -
Da steht der nächste Teller da!


Liebesweisheit

Berlin, 28. 2.2015
geschrieben 7. 9.1968

Manchmal weiß man es genau:
Dieses ist die richt'ge Frau!
Man manchmal auch die Zukunft kennt:
Dieses wird kein Happy-End.
Dem Einen dies, dem Andern das;
So ist das Leben: Ohne Spaß!


Ausschnitt

Berlin, 28. 2.2015
geschrieben 7.12.1967

...Und dann kam die Liebe,
Doch mir war so bang,
Ob sie auch bliebe
Ein Leben lang.

S' war schön wie der Morgen,
So herrlich und klar,
Verflogen die Sorgen,
Auch wenn's Winter noch war.

S' war ein Lieben und Leben,
Andern-was-Geben,
Selbst-etwas-Nehmen,
Sich-Freuen und Lachen,
Bloß-Unsinn-machen,
Ein Singen und Spielen
In den Gefühlen,
Ein Tanzen und Drehen,
Nur-Rosa-Sehen!
Alles zur Freude war damals gemacht.

Glückliche Stunden
War'n zum Verweilen,
Bevor sie enteilen,
Eh' wir uns gefunden.

Strahlende Augen
Trugen die Herzen
Ohne zu scherzen
Offen zur Schau.

In liebenden Blicken
Konnte man sehen:
Schon leisestes Nicken
War tiefstes Verstehen.

Ich fand mich allein;
Da fiel mir das alte Sprüchlein ein:
"Mein Junge, lerne Abschied nehmen
Und fällt's dir noch so schwer.
Einmal musst du dich doch bequemen
Und zögerst du auch noch so sehr."

So stand ich denn da mit der Zunge im Mund
Und guckt in die Röhr': Das war mir zu bunt!!
Ich wandte mich ab
Und besah mir die Welt
Von oben herab,
Wie's wohl jedem gefällt.

So zog es mich bald
Hin, wo die Sonne mir schien:
Vom Bayrischen Wald
Bis auf den Gipfel des Allalin.

Es schien das Beste für mich herbestellt:
Mein Herz wurde voll von der Schönheit der Welt.
Doch etwas kam mit, wohin es mich trieb,
Wich nicht von der Seite: Die Sehnsucht, die blieb.


Hauptseite oben Gedichte meines Vaters Eigenes Aus meinem Leben "Mein Gedicht" Mathematik-Interesse

Berlin, 15. 2.2001

Mathe-Interesse

Ich habe mir sagen lassen, dass es in der Mathematik ein Problem gibt, das einfach zu formulieren ist, für das es aber noch keinen Beweis gibt. Falls es nicht allgemein so genannt wird, ich nenne es 1 - 2 - 4 - Problem. Gegeben also irgend eine natürliche Zahl. Wenn sie gerade ist, teile man sie durch zwei, wenn sie ungerade ist multipliziere man sie mit 3 und addiere 1. Erwartung: Alle Ausgangszahlen, bearbeitet nach diesem Algorithmus, konvergieren in die Schleife 1 - 2 - 4 - 1. Angeblich, so meine Quelle, gibt es derzeit keinen Beweis hierfür, nur numerisch ist der Nachweis für die Zahlen 1 bis 100 000 000 000 geliefert worden.
Der Algorithmus ist also denkbar einfach. Ich als gelernter (=an einer TH ausgebildeter) Elektriker musste im Studium nur zweimal einen mathematischen Beweis führen, habe also jede Ausrede, auch diesen Beweis nicht führen zu müssen. Aber: Als Arbeitsgerät habe ich eine nicht völlig ausgelastete OpenVMS-Alpha-Workstation. Mitgeliefert ist die Programmiersprache FORTRAN 77 (keine objekt-orientierte Sprache, Marke 'Großvater'). Sie hat aber einen großen Vorteil: Hier gibt es INTERGER*8 - Zahlen, also natürliche Zahlen von 0 bis (2 hoch 63)-1. Hundert Milliarden passen also spielend in diesen Bereich hinein.
Mit dem selbstgeschriebenen Programm konnte ich bisher nachweisen, dass die Zahlen
1 bis 600 000 000 001 (Stand: 4. 9.2001) auf diese 1-2-4-Schleife mit genanntem Algorithmus zurückzuführen sind; täglich können bis maximal 5,6 Milliarden hinzukommen (wenn der Rechner gerade nichts anderes zu tun hat).
Ausschnitt einer Mitschrift über 4 berechnete Werte. Im anderen Programm werden nicht alle berechneten Werte in eine Log-Datei geschrieben, sondern nur alle etwa 20 Minuten die 5 Startwerte mit der größsten Anzahl der Iterationen bis zu einem Wert, der kleiner als der Startwert ist.
Maxima, sortiert; Mittelwert der Zahl der Iterationen Der Mittelwert der Zahl der Iterationen ist mit 9,47794 bei 19.3*10^9 untersuchten Werten sehr konstant, er variiert erst in der 5. Nach-Kommastelle.
Eine für mich erstaunliche Eigenschaft stellte ich bisher fest: Die nächste ganze Zahl über dem Iterationsmittelwert ist ja 10. Bei 3.1*10^9 untersuchten Werten (ab etwa 350*10^9) ist die Zahl der Werte, die 10 und mehr Iterationen benötigen exakt 25%!!! (also 775 000 000). Es gab in diesem Zahlenbereich 2 Werte, die 700 Iterationen und mehr benötigten und 0, die 800 Iterationen und mehr benötigten.
Bitte schreiben Sie mir, wenn Sie etwas 'Richtigeres' oder Präziseres zu diesem Problem kennen, als es hier beschrieben ist!


Hauptseite oben Gedichte meines Vaters Eigenes Aus meinem Leben "Mein Gedicht" Mathematik-Interesse
2. Ed. - Last updated: 25.11.2015, e-mail: webmaster@cdklue.de © webmaster@cdklue.de 1999-2015; Dietrich Klüßendorf, Prausestr. 13. 12203 Berlin